
Der Begriff "Yoga" stammt aus dem Sanskrit und leitet sich von der Wurzel "yuj" ab, was "verbinden", "vereinigen" oder "anschirren" bedeutet. Die Silben "yo" und "ga" sind Bestandteile dieses Wortes, wobei "yo" für "anschirren" oder "verbinden" steht und "ga" als Endung fungiert, die in vielen Sanskrit-Wörtern vorkommt. In diesem Zusammenhang steht "Yoga" für das Anschirren oder Verbinden des Körpers und Geistes, um Harmonie und Einheit zu erreichen
Die frühesten schriftlichen Hinweise auf Yoga finden sich in den Upanishaden, insbesondere in der Katha-Upanishad, die auf das 5. bis 3. Jahrhundert v. Chr. datiert wird. In diesen Schriften werden grundlegende Konzepte des Yoga beschrieben, wie die Kontrolle der Sinne und des Geistes, um die Einheit mit dem inneren Selbst zu erreichen
Ganzheitliches Yoga verfolgt einen integrativen Ansatz, (d.h. zielt darauf ab, verschiedene Elemente, Perspektiven oder Methoden zu einem logischen Ganzen zu verbinden. ) der verschiedene Yoga-Wege miteinander verbindet, um alle Aspekte des menschlichen Seins anzusprechen. Ein Beispiel hierfür ist der Integrale Yoga nach Sri Aurobindo, der die traditionellen Disziplinen Jnana Yoga (Weg des Wissens), Karma Yoga (Weg des Handelns) und Bhakti Yoga (Weg der Hingabe) kombiniert. Ziel ist es, nicht nur die Welt zu überwinden, sondern sie mit dem Göttlichen zu durchdringen.
Ein weiteres Beispiel ist das von Swami Satyananda entwickelte System, das auf den Lehren von Swami Sivananda basiert. Es kombiniert sechs Hauptwege des Yoga, darunter Hatha Yoga, Raja Yoga und Kriya Yoga, um Körper und Geist zu stärken, sowie Karma Yoga, Bhakti Yoga und Jnana Yoga, um eine positive Lebenseinstellung zu fördern. Dieser integrale Ansatz zielt darauf ab, die physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Dimensionen des Yoga in jede Übung zu integrieren.
Zusammenfassend versteht man unter ganzheitlichem Yoga einen Ansatz, der verschiedene Yoga-Praktiken kombiniert, um eine umfassende Entwicklung und Harmonie von Körper, Geist und Seele zu erreichen.